„What a load of horse shit.“

Die Topic ist sowohl Programm, als auch DAS Programm … und das aktuell letzte, zwei Monate alte, Kommentar der Indigogo-Crowdfunding-Kampagne von Mailpile.

Bjarni Rúnar Einarsson, Brennan Novak und Smári McCarthy reagierten 2013 auf die Snowden-Leaks mit der Ankündigung eines eMail-Webclients, welcher u.a. OpenPGP und S/MIME integriert. Unter dem Motto „taking e-mail back“ und Sätzen wie „We will spend the money wisely!“ baten sie die Community, zur Umsetzung ihres vollmundigen Versprechens das Rad neu erfinden zu wollen, um eine entsprechende finanzielle Unterstützung.

Fachpresse und Blogs überschlugen sich der Messias sei gekommen, denn endlich würde CryptoMail nicht nur portabel sondern obendrein massenkompatibel, dem Projekt zuträglich wurden Supportaufrufe zum Selbstläufer. $163.192 USD von 3.639 Unterstützern kamen zusammen, 63% über dem angestrebten Ziel, im Schnitt fast $45 USD pro „risikofreudigem Investor“.

Das Ende einer Ära

Ich nutze privat ein T61 und im Office ein T440s. Mit beiden Notebooks bin ich wirklich, wirklich, wirklich mehr als zufrieden, beeindruckende Hardware. Alles drin und dran, robust, performant, ausdauernd, kompakt. Doch eins zeichnete sich bei diesem Generationsverlauf bereits ab: konnte man am T61 noch schrauben wie ein Blöder (Stichwort “Frankenpad“), reduzierten sich die möglichen Eingriffe mit jeder nachfolgenden Thinkpad-Generation gradatim. Die Thinkpads von heute sind bei weitem nicht mehr die Thinkpads von gestern, keine Frage. Dennoch bekommt man nach wie vor solide Hardware, sofern Geld keine Rolle spielt und man gewillt ist abstruse Mondpreise zu zahlen.

Vor gut 10 Jahren verkaufte IBM die PC-Sparte an den chinesischen Hersteller Lenovo. Das bestreben der Kommunisten nach Zensur und Regulierung in puncto Meinungsfreiheit waren bereits damals weitgehend bekannt, dass dunkle Wolken am Horizont aufziehen würden nur eine Frage der Zeit…

Absurd?

Während der häufig mit Fäusten am Kopf getroffene Bürgermeister von Kiew, bekanntermaßen Witalij Wolodymyrowytsch Klytschko, die deutsche Regierung bittet mit „ihrem KnowHow“ beim Bau einer 2.300 km langen Mauer mitten durch die Ukraine zu helfen schießt sich allen Ernstes eine Grundschullehrerin in Utah auf'm Klo selber in den Fuß (bzw. Bein, aber Fuß klingt lustiger).

Besonders amüsant an der zweiten Meldung ist, dass in der Folge des Pennsylvania Shooting vom 21. Dezember 2012 ein Mann (ich glaub von der NRA) mit einem besonders großen Hut, nämlich der hier:

2012-12-21_arming_teachers.jpg

noch am gleichen Tag bei Piers Morgan auf CNN forderte, alle Lehrer zu bewaffnen. Wegen der Sicherheit.

Schroedingers Monk

Ein 65 Jahre alter buddhistischer Mönch in Thailand möchte durch Meditation sterben. Der Abt eines Klosters in der Provinz Chaiyaphum habe sich in einen Sarg gelegt und mit der Meditation begonnen, berichtet die „Bangkok Post“. Er wolle keinen Suizid begehen, es sei schlicht an der Zeit für ihn, zu sterben, zitierte die Zeitung den Mann. Der Sarg verfüge über Löcher, so dass der Mönch beim Meditieren atmen könne. Andere Mönche habe er damit beauftragt, morgen nachzuschauen, ob er tot sei. (Source: http://nr.news-republic.com/Web/ArticleWeb.aspx?regionid=9&articleid=28640151&m=d)

Na mal sehen…

Update 2014-09-11:

Chaiyaphum police chief Pol Maj Gen Pinit Maneerat, accompanied by Phra Ratpawana Warajarn, the province’s ecclesiastical leader, and government and medical officials, showed up at the temple about 3pm to negotiate with Luang Pu Pim. They urged him to cancel his plan and leave the coffin. […] The authorities told the followers they were only there to do their duty after people complained that Luang Pu’s action was improper. […] The disciples then allowed the group to enter the living quarters where they found the monk still alive but exhausted.
(Source: http://www.bangkokpost.com/news/local/431661/abbot-ends-death-plan)

Ein Mönch will sich zu Tode meditieren und kriegt Ärger mit den Offiziellen weil er sein Wissen über Geschehnisse in der Zukunft kund tut und soetwas schickt sich für Buddhisten nicht :)
Zum Glück gibts noch Alternativen: Elefanten trampelten Mönch beim Meditieren tot

österreichische Arroganz

Die entwickeln sich ja rapide zum Schurkenstaat.
Erst ernennen sie Hitler zum Ehrenbürger, gefolgt von der bolivianischen Sommeroffensive, ein Schein-Prozess gegen Josef (nein, nicht Goebbels, den hätten sie freigesprochen) und heute nun auch noch die anlasslose Zensur zur Gleichschaltung des World Wide Web.

Wer hat die eigentlich in die EU gelassen?

TV-Sender sortieren mal anders

Fast 3 Jahre hat's gedauert bis ich rausfinden konnte, wie man bei einem Samsung UE32C6700 die Kanalnummern bearbeiten kann. Das Problem kennt jeder Betroffene aber offensichtlich weiß niemand eine Lösung. Das Netz auf- & abgesucht führt letztlich immer wieder zu der Empfehlung den ChannelListPCEditor einzusetzen. Für umfangreiche Sortierungen nach einem vollständigen Suchlauf ist das wohl auch hilfreich, aber wenn (wie kürzlich) nur einzelne Sender hinzukommen oder den Transponder wechseln und man die alte Grundordnung herstellen will ist das viel zu aufwändig.

Und nun wird’s buggy:
Ist im TV unter [Menü → Sender → Land] „Deutschland“ eingestellt, können die Kanäle in der Senderliste (Kanal-Manager) nur nach oben oder unten ausgetauscht werden. Das bedeutet, dass man zwar die Reihenfolge anpassen kann, nicht aber die Kanalnummer! Dieses Verhalten ändert sich mit folgendem Manöver:

  1. unter [Menü → Sender → TV-Empfang] die aktuelle Einstellung wahrnehmen (in meinem Falle „Satellit“)
  2. unter [Menü → Sender → Land] „Österreich“ einstellen
  3. ggf. wieder einstellen was in Schritt 1 wahrgenommen wurde
    das wechselt bei der Landumstellung bspw. automatisch von Satellit auf Terrestrisch

Ab sofort lassen sich die Sender im Kanal-Manager zwar nicht mehr „hoch- & runtertauschen“ dafür kann man aber konkrete Kanalnummern vergeben! Abschließend muss nur noch „Land“ und „TV-Empfang“ wieder zurückgestellt werden, fertig.

¡No pasarán!

Die Voßhoff wurde mit weniger als 55% zur Bundesdatenschutzbeauftragten gewählt. Da haben wir schlicht Pech gehabt. Das ist eine wirklich schlechte Nachricht für uns alle und das macht sich auch direkt bemerkbar:

Es werde ihr vor allem darum gehen, den „Bürgerdatenschutz“ im digitalen Zeitalter neu zu fassen und gegebenenfalls auch anzupassen. […] Die 55-jährige Juristin hatte als Rechtsexpertin der CDU/CSU-Fraktion „eine schnelle und wirksame gesetzliche Neuregelung der Vorratsdatenspeicherung“ als „dringend notwendig“ erachtet. (Source: http://heise.de/-2070310)

Nur damit mal klar ist über wen wir hier sprechen. Das hat zwar jetzt nichts mit Datenschutz zu tun, zeigt aber auf in welchem Jahrhundert diese Frau hängen geblieben ist. Gestimmt hat sie bspw. für jede Menge Militäreinsätze im Ausland, CO2-Speicherung im Erdreich, Kernkraft sowie Privatisierung der Wasserversorgung, Äckern, Seen und Wäldern, dafür aber gegen die Transparenz bei Nebeneinkünften (ist ja schließlich Datenschutz…). Wenn man ihre namentlichen Abstimmungen im Bundestag so verfolgt scheut sie offenbar den Konflikt und läuft gern der Massenmeinung ihrer Fraktion hinterher. Dem bei heise zu lesenden Argument von Thomas Stadler, man wolle hier einen ehemals aufwiegelnden Amtsinhaber durch eine Parteisoldatin gleichschalten kann ich demnach nur beipflichten. Was diese Besetzung aber tatsächlich so dramatisch macht ist ihre Einstellung zu digitalen Belangen die ohne Datenschutzmissachtung gar nicht durchführbar sind, denn Frau Voßhoff fordert:

  • Befugniserweiterung für Nachrichtendienste
  • Vorratsdatenspeicherung
  • Leistungsschutzrecht
  • Online-Durchsuchung
  • Contentfilter

Das heißt wir bekommen nicht nur jemanden der keine Kritik mehr übt, sondern viel fataler: eine in ihrem Wahlkreis gescheiterte Politikerin die sich aktiv für die Realisierung des gläsernen Bürgers einsetzen wird und die hahnebüchenen Forderungen des debilen NS-Nachwuchses nicht nur durchwinkt sondern gar verfechtet. Ich denke wir müssen uns warm anziehen, alternative Infrastrukturen aufbauen und verschlüsseln was das Zeug hält. Ab jetzt ist sich jeder selbst der Nächste…

Zur Wahl ein Kommentar von Roland Peters:
http://www.n-tv.de/politik/Vosshoff-erfuellt-die-Kriterien-nicht-article11947916.html


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