Refresh
Ende letzten Jahres sahen sich einige ScriptKiddies gezwungen meinen Webserver anzugreifen. In Folge dessen entschloss ich mich, das ohnehin viel zu alte Dokuwiki zu aktualisieren, neu aufzusetzen und mit einem neuen Look and Feel zu versehen. Wurde nach 2 Jahren ja nun auch irgendwie Zeit. Desweiteren werde ich mich künftig wohl darauf beschränken, diese Domain nur noch als Blog zu verwenden.
Der blanke Hohn
Um die „Packstation Trilogy“ abzuschließen… ich bin letzte Woche tatsächlich das Fremdpaket in einer Post-Filiale losgeworden. Man kann von vorn herein getrost darauf verzichten sein Glück in einer „Filiale (im Einzelhandel)“ oder gar in einem „Verkaufspunkt“ zu suchen. Da werden Sie nicht geholfen. Das liegt in erster Linie daran, dass die Personen die da arbeiten von Post-Services weder Ahnung haben noch in irgendeiner Form gewillt sind sich auch nur ansatzweise mit der Materie auseinander zu setzen. Hier scheint einzig das Post-Label dafür missbraucht zu werden Kunden für einen schnellen schmalen Taler nebenbei quasi als Zubrot zu gewinnen. Erschütternd nur, dass der Post völlig am hinteren Gesitze vorbei zu gehen scheint, wie ihre Repräsentation in der Fläche ist.
Nun die finale Mitarbeiterin war jüngeren Semesters, kannte sich mit der Packstation erwartungsgemäß genauso wenig aus wie ihre Kollegen, war aber dennoch bemüht mir zu helfen. Dies endete in der Übernahme des Pakets und einem handschriftlich ausgestellten Übernahme-Beleg, verziert durch einen Back-To-The-Roots-Stempel, mit dem ich im Fall des Falles naiv in der Gegend rumwinken kann (…noja, wer wenn nich ich!?…).
Um diesen epic Fail aber noch auf die Spitze zu treiben: in der Mail vom Support stand ja nun geschrieben, sie würden mir eine „Wiedergutmachung auf postalischem Wege“ für meinen „entstandenen Aufwand“ zukommen lassen. Dieses „Präsent“ ist unterdessen eingetroffen und wer will raten was es ist? Richtig … eine Briefmarke für ein Paket in den max. Maßen XYZ um, ich zitiere, „eine Sendung bis zehn Kilogramm an einer PACKSTATION aufzugeben“. Wobei der Terminus „aufzugeben“ hier offenbar im Wortsinn zu verstehen sein muss. Ich hätt's nicht prägnanter formulieren können, frage mich aber dennoch was so eine Paketmarke wohl bei ebay einbringt?
Hurra, Hurra, die Post ist da!
Bezugnehmend auf den letzten Post nun die Fortsetzung. Wie zu erwarten war, ist der Support bei der Post/DHL nicht sonderlich schnell. Jedoch bin ich zumindest die Sorge los, mein Switch würde mich nie erreichen. Das ging dann doch unkomplizierter als ich erwartet hatte. Ob ich allerdings das Fremdpaket jemals loswerde muss sich erst noch zeigen…

Rund um die Uhr Pakete abholen...
…nur eben nicht die eignen.
Die DHL beendet das Jahr 2010 mit einer grandiosen Demonstration ihrer gesamten Inkompetenz. Ich hatte mich vor einiger Zeit für den Packstation-Service registriert, da ich als Single und Internet-affiner User gern online bestell, zum Zeitpunkt der Lieferung allerdings meist im Office sitz. Nach Erhalt der Magnetstreifenkarte und zugehöriger PIN machte ich mich auf, die erste Lieferung zu veranlassen. Diese wurde heute auch (wahrscheinlich) zugestellt. Zumindest erhielt ich eine eMail, meine Sendung sei nun da, was grundsätzlich gut hinkommen kann denn ich erhielt gestern Mittag die Versandbestätigung des Absenders.
Doof nur, wenn sich dann das Paketfach öffnet und man eine Sendung für jemand ganz anderen darin findet. Entweder hat der Automat das falsche Fach entsperrt oder der Post-Mitarbeiter war zu blöd das richtig einzusortieren. Hin wie her, ich musste das Paket zwangsläufig erstmal mitnehmen. Hätt ich's dringelassen kann man wohl davon ausgehen, dass der Roboter nun ein leeres Fach unterstellt und dieses dem nächsten Absender als Depot anbietet, was dazu führen würde, dass er in den Besitz eines Päckchens käme, dass der elektronischen Spur nach bei mir zu suchen wäre, allerding wem ganz anderes gehört.
Wo mein Paket nun abgeblieben ist, ist bis auf weiteres unklar. Ich hab den DHL-Support via eMail anschreiben müssen, da die angebotene Hotline leider kostenpflichtig ist. Eine Antwort ist wohl erst in 3 oder 4 Tagen zu erwarten. Ob ich den Service nun noch ein zweites Mal benutze weiß ich noch nicht. Das Vertrauen ist grundsätzlich erstmal entfleucht. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die Postboten großartig um Qualität bemüht sind. Wäre ich wohl auch nicht, wenn ich bei vergleichbarer Entlohnung ein solches Pensum abreißen müsste. Was lernen wir daraus? Automatisierung, Dumping und Outsourcing sind nicht der Weißheit letzter Schluß.
Das folgende Bild ist übrigens ein analog-Screenshot vom Display eben jener Packstation (ein paar Tage vor der Inbetriebnahme) die hier bei mir um die Ecke steht. Stammt von meinem ersten Besuch am Gerät, weil ich einen Eindruck gewinnen wollte. Die zu ziehenden Schlüsse sind jedem selbst zu überlassen. Eine Antwort auf die Frage ob man die Gelder für Lizenzen nicht hätte besser investieren können, ist von der DHL wohl nicht zu erwarten:
btw, die Päckchen für die Packstation dürfen die Maße 60 x 35 x 35 cm nicht überschreiten, was ich persönlich als nicht sonderlich umfangreich titulieren würde…
Des Kaisers neue Kleider
Der Kühlschrank ist geleert, die Paracethamol verdaut. Nun wird es Zeit die Arbeit der letzten Tage zu vollenden und das neue Look'n'Feel zu releasen. Nachdem mein ehemaliger Provider von heut auf morgen nicht mehr aufzufinden war und die Domain unterdessen von mir umgezogen wurde, habe ich die Gelegenheit genutzt um mich auch so gleich von Joomla zu verabschieden (zu großer administrativer Aufwand, zu wenig Flexibilität) und statt dessen auf DokuWiki als Backend zu setzen um überflüssige, woanders bereits weit hochwertiger aufbereitete, Informationen ins Netz zu blasen. Der Vollständigkeit halber: das Ergebnis siehst Du gerade an.
Da nichts so beständig wie die Änderung ist, möge man Feedbacks doch bitte als Kommentar dieses Posts, alternativ via eMail, hinterlassen.





