meh

Ich finde das durchaus beeindruckend. Da beschließt der Bundestag mit überwältigender Mehrheit erneut die zuvor bereits gescheiterte Vorratsdatenspeicherung

404 Abgeordnete votierten mit Ja, es gab 148 Gegenstimmen sowie sieben Enthaltungen.
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/bundestag-beschliesst-umstrittene-vorratsdatenspeicherung-a-1058086.html

und just in dem Moment enthüllt der Spiegel

Skandal um deutsche Bewerbung: Schwarze Kasse - Fußball-WM 2006 mutmaßlich gekauft
http://www.spiegel.de/sport/fussball/fussball-wm-2006-wurde-mutmasslich-gekauft-a-1057829.html

So sehen Nebelkerzen aus. Selbstverständlich war die vor 15 Jahren(!) vergebene WM gekauft. Alle Fussball-WMs sind gekauft, ganz gleich ob wir da nach Südafrika, Brasilien, Russland, Qatar oder eben Deutschland blicken. Wir wissen dass sie gekauft sind und dennoch spielt es keine Rolle. Es ist auch völlig egal ob Korruption nachgewiesen werden kann oder nicht. Darum geht's bei einer Fussball-WM schlicht und ergreifend nicht, viel mehr ist es ein klein wenig ShowBiz für einen kleinen Teil der Bevölkerung, Fans dieses Sports.

Beeindruckend hingegen ist, dass die ARD allen Ernstes einen Brennpunkt einrichtet um 15 Minuten lang zur freitäglichen Prime Time diesen wenig überraschenden Sachverhalt zu beleuchten, statt kritisch über einen Regierungsbeschluss zu berichten welcher die Freiheitsrechte von 80 Millionen Bundesbürgern (und den restlichen 6 Milliarden Menschen dieser Erde) verletzt, sowie höchstwahrscheinlich gegen europäische Rechtssprechung und die nationale Verfassung verstößt.

Dafür zahl'n wir gerne… GEZ noch?

Fuck You 1&1 - ich hab 'n Proxy

Am Dienstag Abend lief auf arte die Doku Terrorgefahr! Überwachung total? und wer das verpasst hat denkt sich „hey … gibt doch Arte+7, das zieh ich mir über die Mediathek rein, schließlich hab ich Zwangsgebühren bezahlt“. So wollte ich das auch machen, aber es stellt sich raus, die Mediathek von arte performed nicht. Das Video ruckelt und hört nicht auf zu buffern. „Warum ist das so? Alle anderne Verbindungen ins Web laufen flüssig.“

Zunächst muss mal der Deep Link der 720p-Version des Videos her:

bash$ ARTE_URL='http://www.arte.tv/guide/de/049883-000/terrorgefahr-ueberwachung-total'
bash$ ARTE_URL=$(wget -qO- $ARTE_URL | grep PLUS7.*json | uniq | grep -o http.*json)
bash$ ARTE_URL=$(wget -qO- $ARTE_URL | grep -o '720p[^{]*Dt. Version' | grep -o http.*mp4)
bash$ echo $ARTE_URL
http://artestras.vo.llnwd.net/v2/am/HBBTV/049883-000-A_SQ_1_VA-STA_01736529_MP4-2200_AMM-HBBTV.mp4

Der Download sieht dann so aus (wobei der nach 1 min. Laufzeit manuell abgebrochen wurde):

bash$ time wget -q $ARTE_URL
^C
real	1m1.280s
user	0m0.038s
sys	0m0.119s

bash$ du -k 0*
1532	049883-000-A_SQ_1_VA-STA_01736529_MP4-2200_AMM-HBBTV.mp4

bash$ bc <<< "1532 / 60"
25

WTF? Wir sprechen hier von verdammten 25 KB/s bei 16er DSL von 1&1.
Wer oder was ist überhaupt llnwd.net?

bash$ dig artestras.vo.llnwd.net +short
87.248.217.253
87.248.217.254

bash$ whois llnwd.net | grep Reg.*Orga
Registrant Organization: Limelight Networks

Sieh an: Limelight Networks ist ein amerikanisches CDN mit Sitz in Arizona und zu dessen Kundenkreis zählt neben der ARD u.a. Facebook, Netflix, PornHub… Alles was gewaltig Traffic erzeugt scheint gern in dem Laden einzukaufen. Und jetzt wirds interessant, denn beim umgehenden Download auf den gleichen Deep Link von meinem vServer (in einem RZ irgendwo in Deutschland, außerhalb des Telefonica-Imperiums) gehen die 1,7 GB in unter 45 Sekunden durch die Leitung (round about 37 MB/s!):

bash$ time wget -q $ARTE_URL

real	0m44.486s
user	0m1.170s
sys	0m12.210s

bash$ du -h 0*
1,7G	049883-000-A_SQ_1_VA-STA_01736529_MP4-2200_AMM-HBBTV.mp4

Und die Kopie vom vServer auf meinen Client läuft FullSpeed, was wiederum bedeutet, dass das Problem zwischen Telefonica und Limelight zu suchen ist, worauf auch der massive Paket Loss hindeutet:

bash$ scp vserver:~/049883-000-A_SQ_1_VA-STA_01736529_MP4-2200_AMM-HBBTV.mp4 .
049883-000-A_SQ_1_VA-STA_01736529_MP4-2200_AMM-HBBTV.mp4     100% 1666MB   1.6MB/s   17:43

bash$ mtr -c10 -r -w 87.248.217.253 | tail -4
  3.|-- po20.01.xmwc.99.erf.de.net.telefonica.de  0.0%    10   26.7  28.3  26.5  33.8   2.3
  4.|-- ???                                      100.0    10    0.0   0.0   0.0   0.0   0.0
  5.|-- ve5.fr3.frf.llnw.net                      0.0%    10   41.3  44.2  41.3  53.7   3.5
  6.|-- cdn-87-248-217-253.frf.llnw.net          20.0%    10   57.5  56.2  42.1  76.3  13.0

Das würde bedeuten, wenn ich den Traffic von meinem Client über den vServer umleite müsste es erheblich schneller gehen, richtig? Nun, ich hab einen TinyProxy auf meinem vServer laufen, also nutzen wir den doch mal:

bash$ http_proxy='<ip>:<port>'    # anonymized because of reasons

bash$ time wget -q $ARTE_URL

real	17m20.563s
user	0m6.795s
sys	0m53.241s

bash$ du -h 0*
1,7G	049883-000-A_SQ_1_VA-STA_01736529_MP4-2200_AMM-HBBTV.mp4

Verblüffend. 1&1/Telefonica drosseln offensichtlich (zumindest teilweise aber reproduzierbar) den von Limelight kommenden Traffic, solange sie ihn als solchen erkennen. Warum macht da eine öffentlich zwangsfinanzierte Rundfunkanstalt mit, deren Angebot für einen großen Teil der Bürger so nicht mehr benutzbar ist? Mir ist's wurscht, ich hab 'nen Proxy… allerdings hab ich bei der ganzen Geschichte bemerkt, dass die Schwuppdizität bei Google Maps und YouTube mit Proxy besser ist als ohne. Ich ahne 1&1/Telefonica drosselt auch Google (die werden es wahrscheinlich QoS nennen), will das aber nicht erforschen denn ich hab Angst vor dem Ergebnis.

Einen FunFact hab ich noch. Der Zielserver weist zwar eine italienische IP im nirgendwo aus, der Datenstrom läuft hingegen über die USA (genauer gesagt Tempe bei Phoenix, Arizona) solange Telefonica im Spiel ist, was hervorragend zum Thema des Videos passt um welches es hier initial eigentlich mal ging.

Der Trace vom vServer:

bash$ mtr -n -c1 -r 87.248.217.253 | grep -Eo '[0-9]{2}[0-9\.]*' | while read IP
> do
> wget -qO- ipinfo.io/$IP | grep -o '"[^"]*",' | paste - - - - | awk -F'"' '{print $6" "$8"\t"$4}'
> done
DE 51.0000,9.0000       No Hostname
DE 51.0000,9.0000       No Hostname
DE 51.0000,9.0000       10g.rt2ipc1.ka.telemaxx.net
DE 51.0000,9.0000       10g.rt2ipc3.ka.telemaxx.net
DE 51.0000,9.0000       10g.rt1ipc3.ka.telemaxx.net
DE 51.0000,9.0000       10g.rt1cix.fra.telemaxx.net
EU 47.0000,8.0000       ffm-b12-link.telia.net
EU 47.0000,8.0000       limelight-ic-138917-ffm-b12.c.telia.net
IT 42.8333,12.8333      cdn-87-248-217-253.frf.llnw.net

der Trace vom localhost:

bash$ mtr -n -c1 -r 87.248.217.253 | grep -v 192\. | grep -Eo '[0-9]{2}[0-9\.]*' | while read IP
> do
> wget -qO- ipinfo.io/$IP | grep "host\|count\|loc" | paste - - - | awk -F'"' '{print $8" "$12"\t"$4}'
> done
DE 51.0000,9.0000       rdsl-erft-de80.nw.mediaways.net
DE 51.0000,9.0000       po20.02.xmwc.99.erf.de.net.telefonica.de
US 33.4357,-111.9171    ve5.fr3.frf.llnw.net
IT 42.8333,12.8333      cdn-87-248-217-253.frf.llnw.net

Falls jemand bestätigen oder widerlegen will: feel free to comment

Update 27.03.2015:

Weils gut zum Thema passt: Init7 sammelt Belege für Netzneutralitätsverstöße der Deutschen Telekom

Update 17.04.2015:

Also offensichtlich bin ich mit der Beobachtung nicht ganz allein auf dieser Welt, denn fefe linkt auf einen ähnlichen Fall in dem Michael seine Erfahrung mit der Telekom posted (siehe http://i.document.m05.de/2015/04/17/drosselt-da-jemand). Er verändert über einen alternativen DNS-Server seine Route, was ihm scheinbar hilft. Grund genug hier nochmal zu prüfen, ob sich gut 3 Wochen später auch bei meinem Anschluss noch immer alles gleich verhält. Ich nehm es vorweg: tut es nicht!

Ich musste auf ein anderes Video zugreifen, da dass initial angeführte unterdessen depubliziert wurde. Der configtest bei arte, auf den Michael verweist, resultiert bei mir in mehrfachen Durchläufen gemittelt in etwa 10 Mbps. Bei 16 MBit/s DSL von 1&1 wäre da also im Grunde Luft nach oben, scheint aber grundsätzlich für eine vernünftige Nutzung ausreichend.

bash$ date
Fr 17. Apr 20:34:12 CEST 2015
bash$ ARTE_URL='www.arte.tv/guide/de/057450-002/metropolis'
bash$ ARTE_URL=$(wget -qO- $ARTE_URL | grep PLUS7.*json | uniq | grep -o http.*json)
bash$ ARTE_URL=$(wget -qO- $ARTE_URL | grep -o '720p[^{]*Dt. Version' | grep -o http.*mp4)
bash$ echo $ARTE_URL
http://artestras.vo.llnwd.net/v2/am/HBBTV/057450-002-A_SQ_1_VOA_01763719_MP4-2200_AMM-HBBTV.mp4

vom vServer (da wars ja schon damals schnell):

bash$ time wget -q $ARTE_URL

real    0m21.220s
user    0m0.430s
sys     0m4.920s

bash$ du -k 0*
623292  057450-002-A_SQ_1_VOA_01763719_MP4-2200_AMM-HBBTV.mp4

bash$ bc <<< "623292 / 21" 
29680

vom localhost (ohne Proxy):

bash$ time wget -q $ARTE_URL

real    7m16.782s
user    0m1.719s
sys     0m12.390s

bash$ du -k 0*
622700  057450-002-A_SQ_1_VOA_01763719_MP4-2200_AMM-HBBTV.mp4

bash$ bc <<< "622700 / (7*60+16)"
1428

bash$ dig artestras.vo.llnwd.net +short
87.248.217.253
87.248.217.254

bash$ mtr -c10 -r -w 87.248.217.253 | tail -4
  3.|-- po20.02.xmwc.99.erf.de.net.telefonica.de  0.0%    10   28.7  33.2  27.8  45.7   7.3
  4.|-- ???                                      100.0    10    0.0   0.0   0.0   0.0   0.0
  5.|-- ve5.fr3.frf.llnw.net                      0.0%    10   32.5  32.6  31.8  33.7   0.3
  6.|-- cdn-87-248-217-253.frf.llnw.net           0.0%    10   33.2  41.7  33.2  69.9  14.2

bash$ mtr -n -c1 -r 87.248.217.253 | grep -v 192\. | grep -Eo '[0-9]{2}[0-9\.]*' | while read IP
> do
> wget -qO- ipinfo.io/$IP | grep "host\|count\|loc" | paste - - - | awk -F'"' '{print $8" "$12"\t"$4}'
> done
DE 51.0000,9.0000	rdsl-erft-de80.nw.mediaways.net
DE 51.0000,9.0000	po20.02.xmwc.99.erf.de.net.telefonica.de
US 33.4357,-111.9171	ve5.fr3.frf.llnw.net
IT 42.8333,12.8333	cdn-87-248-217-253.frf.llnw.net

Auffällig ist, dass das mtr kein Loss für den CDN im 6. Hop mehr ausweist. Abgesehen davon hat sich nicht viel verändert, dennoch ist ein Downstream beim localhost von 11,4 MBit ganz passabel. Nicht so schnell wie es sein könnte, aber akzeptabel. Der vServer hat im Speed mit jetzt ca. 28 MB/s deutlich nachgelassen.

Update 20.04.2015:

Gestern ist hier folgende themenrelevante eMail eingegangen (Danke sec):

Viele CDNs basieren auf DNS, d.h. auf eine DNS-Anfrage fällt die Antwort abhängig vom Standort des Anfragenden unterschiedlich aus, das kannst Du z.B. mal testen in dem Du von deinem vServer und von deinem DSL-Host aus anfragen schickst. Gern auch mehrfach.

Das erkärt z.B. das Verhalten von m05, es kann einfach sein das pink-T einen cachenden Nameserver (oder sein Plasterouter macht das) für seine Kunden bereitstellt, der gibt dann allen Telekomkunden die gleiche IP für einen Service in einem CDN, die wenn man die IP nicht cached, unterschiedlich ausfallen würde (d.h. der cachende DNS ignoriert die TTL von DNS Antworten).

Man kann mit dig übrigens auch den Zielserver bestimmen.

Das Resultat sieht dann so aus, als würde gedrosselt, weil die T-Kunden die gleiche Resource saturieren, was nicht passieren würde wenn die DNS Anfragen nicht gecached werden.

Oft hat man auch z.B. RR (round robin) in DNS-Ergebnissen, d.h. zwei Anfragen ergeben unterschiedliche Ergebnisse, oder der DNS selbst liefert unterschiedliche Ergebnisse basierend auf der GeoLokation des Anfragenden, oft auch kombiniert, d.h. DNS kann mit kurzen Antwort-TTL durchaus als Lastverteiler fungieren.

Nebenbei, sämtliche Speedtests sind Kosmetik, die sind einfach zu manipulieren, und in etwa so aussagekräftig wie eine Messung gegen ::1

Man braucht nicht zwingend einen Proxy oder vServer, Tor reicht oft, oder wenn Du kein IPv6 hast, ein Tunnel sind gute Alternativen.

Es hilft oft einen Netzwerkmonitor mitlaufen zu lassen, und man sollte sich auch vor Augen führen das wireless oft auch einfluss auf Latenzen hat usw. usf.

Geschwätz von gestern

öffentlich-rechtliche Kriegspropaganda in der Selbstkritik vom Reichsministerium für Volksaufklärung und Agitation von Dr. Kai Gniffke (Chefredakteur ARD-aktuell):

Die Kritik an unserer Ukraine-Berichterstattung hat ein Echo von bislang ungekanntem Ausmaß hervorgerufen. […] Wir widersprechen […] den Vorwürfen einer gezielten Desinformation […] Wir haben stets nach bestem Wissen und Gewissen sowie sorgfältiger Recherche berichtet. […] Doch bevor uns unsere Kritiker nun für arrogante Dumpfbacken halten […] Hier einige Punkte, die wir aufgelistet haben:

  • Mit dem Wissen von heute hätten wir manchen Akzent anders gesetzt und manche Formulierung anders gewählt […]
  • Möglicherweise sind wir zu leicht dem Nachrichten-Mainstream gefolgt.
  • Vielleicht hätten wir rechte Gruppierungen in der Ukraine früher thematisieren sollen.
  • Der falsche Hubschrauber war sehr ärgerlich […]
  • Wir hätten uns bei der Formulierung “OSZE-Beobachter” eher eine andere Formulierung wählen können.
  • Vielleicht haben wir die russischen Interessen zu wenig für den deutschen Zuschauer “übersetzt”.
  • Wir hätten evtl. die NATO-Position noch kritischer hinterfragen können.

Ausdrücklich haben […] unsere Korrespondentinnen und Korrespondenten […] hervorragende Arbeit geleistet. Sie haben zu jeder Zeit gewissenhaft recherchiert. Dabei ist klar, dass die Recherche auf Seiten der Separatisten zeitweise nicht möglich war und die Informationen der ukrainischen Seite interessengesteuert waren. Insgesamt haben sie exzellente Arbeit geleistet. […] Oft hilft die Frage “Wem nützt es?”

Source: http://blog.tagesschau.de/2014/09/29/zwischenbilanz-der-ukraine-konflikt-in-der-tagesschau

Für mich wirft diese Darstellung mehr Fragen auf, als sie beantwortet. Klar ist in jedem Fall dass dieses Eingeständnis ohne äußerlichen Druck veröffentlicht wird und nicht objektiv sein kann, sondern sich möglichst oberflächlich auf die gröbsten Schnitzer beschränkt. Klingt als ob sich jemand reinwaschen wolle. Man gesteht höflich in einem kaum beachteten Blog, was eh schon alle wissen. Wenn die Berichterstattung beim Thema „Ukraine“ nicht sauber ist, warum sollte sie es dann bei den Themen NSU, NSA, IS, TTIP sein? Wird das Zwangsgeld der GEZ nicht gerade deshalb erhoben, weil solch manipulierende Berichterstattungen durch private Sender vermieden werden sollen? Warum erhebt niemand intern just in time seine Stimme?

Wenigstens kommen sie zum richtigen Schluss:
„Wem nützt es?“ … Die Liste derer, denen diese ARD-Berichterstattung genützt hat, ist lang und mit Vertretern westlicher Regierungen, Lobbyisten und Industriemogulen gespickt.

Update 02.10.14

Der Gniffke setzt noch einen drauf und korrigiert ein halbes Jahr nachdem die ARD russische Separatisten beschuldigte Zivilisten ermordert zu haben, dass es dann wohl leider doch westlich orientierte Ukrainer waren, die dieses Verbrechen verübten. Dass das heute keinen mehr interessiert spielt dabei keine Rolle. Die Empfehlung muss an dieser Stelle daher lauten: Bei jeder Meldung vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk gilt ab sofort eine Karenzzeit von 6 Monaten in welcher der Bericht möglicherweise negiert werden muss, oder auch nicht. Für lumpige 7,68 Milliarden Euro pro Jahr kann man von ÖR-Journalisten eben auch nicht mehr erwarten…

Summary Week.05

Das für mich bestimmende Ereignis der Woche:

Im Bermbachtal endete die Partie TSG Ruhla gegen SG Schnellmannshausen II (vertreten durch eine Landesligareserve) nach einem dramatisch engem Spielverlauf mit 22:22 unentschieden.
Es kam Sekunden vor dem Schlusspfiff zu tumultartigen Szenen und einer Rudelbildung, welche in einer roten Karte für Seckelmann gipfelte:

Und dann war da noch der Rundfunkbeitrag…

Summary Week.04

Was zum Henker? Eigentlich wollt ich in diesem Post so einiges zum Thema machen. Bspw Tepco, die in Fukushima das radioaktive Kühlwasser jetzt schlicht in den Ozean pumpen:

Oder dass der A4-Tunnelbau bei Jena unterdessen weit über 2 Jahre im Zeitplan hängt und mit 332 Mio. Euro Gesamtkosten mindestens 20% teurer wird als geplant:

Auch dass nicht nur die westlichen Truppen in Mali verdoppelt werden sollen, sondern vielmehr die Franzosen in Niger (entgegen Hollande's Beteuerung keine wirtschaftlichen Interessen zu vertreten) mittlerweile Uran-Minen besetzt haben, wäre eine Meldung wert gewesen (interessanter Artikel der aufzeigt mit welch langfristiger Strategie da gearbeitet wird):

Und wo wir schon bei Uran & Areva sind, hätte gut die Meldung des entgleisten Atommüllzugs des französischen Konzerns gepasst, der mit Lug und Trug versucht das Fiasko zu verschleiern:

Alles schnöde News die keinen interessieren. Stattdessen schläft mir meine faltige, hässliche Hackfresse ein, als ich diese Topic las:

Summary Week.03

Was ist letzte Woche so passiert?

Summary Week.02

Ich hatte es letzte Woche angekündigt. Ebenfalls ein großes Thema in diesem noch jungen Jahr: die Haushaltsabgabe. Weil bei diesem treffenden Buzzword ersteinmal alle an Kernseife und Bohnerwachs denken zunächst einleitend eine kurze Begriffsfindung:

GEZ noch?

9 Landesrundfunkanstalten, 23 Fernsehsender, 78 Radiosender. Die ARD ist (gemessen am Budget) der größte nicht-kommerzielle Programmanbieter weltweit.
Ab dem 01.01.2013 monatlich 17,98 € pro Haushalt. Bei 40.302.000 Privathaushalten in Deutschland (Stand 2010) ergibt das eine Einnahme in Höhe von knapp 8,7 Milliarden Euro jährlich. Hinzu kommen öffentliche Haushalte, sowie Betriebe, unbewohnte Ferienwohnungen und weiß der Geier was noch. Der Gesamtertrag der GEZ (der Fairness halber ebenfalls im Jahr 2010) belief sich auf gut 7,5 Milliarden Euro. Die Zahl der Angestellten wird seit Jahren massiv gekürzt.
Das ist die Bilanz des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.

Der Auftrag für den Staat laut BVerfG:


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