Plagiator - I'll be back

Pomaden-Theo bestimmt ja momentan das Bild der Medien. Ich find die nun entstehende Diskussion allerdings irgendwie ein bisschen überflüssig, denn der Sachverhalt ist ja eindeutig: Es gibt eine Dissertation (ich nehm an, das kommt von „dissen“) mit ordentlich fremd-geschriebenem Text (um mal eine Vorstellung davon zu bekommen, über welches Ausmaß wir hier sprechen empfehle ich eindringlichst einen Besuch auf http://labs.vis4.net/guttenplag). Allerdings fehlen Quellenangaben in seiner Arbeit. Nun lernt man dummerweise bereits in Klasse 10 richtig zu zitieren. Bevor man auch nur einen Fuß in eine Uni/FH setzt, weiß man, wie sich das mit Quellenverzeichnissen und all dem Kram verhält. Ich musste mal in Stufe 11 eine Hausarbeit verfassen, die mit 6 (ungenügend) gewertet wurde, da ich, damals weit weniger Internet-affin und naiv wie Gott mich schuf, in den Quellenangaben u.a. schlicht „diverse Websites“ vermerkte um darauf hinzuweisen, dass ich mich neben den penibel angegebenen Seiten aus Fachbüchern eben auch noch hier und da im Netz informierte. Ich kann ruhigen Gewissens sagen, dass ich damals rein gar nichts kopierte. Das Thema war interessant und Hausarbeiten schrob ich schon immer gern. Es gab keinen Grund für einen Betrugsversuch. Meine damalige Dozentin sagte mir im Anschluss, mit einer sauberen Quellenangabe hätte sie mir eine 2 (gut) geben können. Daraufhin lernte ich zwei Dinge: zum einen sind vernünftige Quellenangaben in unserer Gesellschaft überlebensnotwendig und zum anderen lernte ich meine Lehrerin abgrundtief zu hassen.


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