Hurra, Hurra, die Post ist da!

Bezugnehmend auf den letzten Post nun die Fortsetzung. Wie zu erwarten war, ist der Support bei der Post/DHL nicht sonderlich schnell. Jedoch bin ich zumindest die Sorge los, mein Switch würde mich nie erreichen. Das ging dann doch unkomplizierter als ich erwartet hatte. Ob ich allerdings das Fremdpaket jemals loswerde muss sich erst noch zeigen…


Die De-Mail kommt!

…nachdem die D-Mark ja nun Geschichte ist wird De-Mail DER Big Bang in 2011.

Mal abgesehen davon, dass die Post ihren Konkurrenten den Zugang zum PostIdent-Verfahren verweigert (was ich nachvollziehbar, aber dennoch lustig finde), bin ich sehr verblüfft darüber, dass sich plötzlich Bundesrat und -tag auf Grund technischer Inhalte keilen. Soviel Kompetenz hätte ich dem Rat gar nich zugetraut muss ich sagen. Ich fand mich bereits damit ab, dass es unsecure weiter gehen würde.

Stein des Anstoßes ist diese Meldung von Freitag in der der Bundestag ein für alle mal klipp und klar stellt, Überwachung und Abhörmechanismen funktionieren nur, wenn auf dem Content kein Crypto klebt:

Die Nachrichten werden zur Überprüfung von Viren und zur Prüfung, ob es sich um eine Spam-Mail handelt, kurzfristig entschlüsselt

Die Kunst liegt im weglassen. Hier fehlt in der Aufzählung halt noch „Schlagwortsuche“ usw usf. Einem Postservice sollte in der Regel egal sein, WAS er da ausliefert, denn hier greift offiziell das Postgeheimnis. Darum ist die Spam- und Virenprüfung auch in erster Linie Aufgabe des Kunden. Mal ehrlich: würde mein Nachbar, hilfsbereit wie eh und je, meinen Briefkasten aufbrechen um die Werbung auszusortieren … ich würde ihm was husten. Der Punkt ist, wenn ich einen Briefumschlag versende ohne ihn zuzukleben, kann ich auch gleich eine Postkarte nehmen. Oder anders gesagt: Wie sicher ist eine Wohnungstür, die ich zwar abschließen kann, den Schlüssel aber für andere im Schloß lasse? Also wenn neben Absender und Empfänger auch noch der Postbote dechiffrieren darf, dann dürfens quasi alle, die den Postboten erpressen. Wirklich interessant wird aber erst diese Aussage bis zum ersten Komma, denn ab hier werden wilden Interpretationen und Spekulationen Tür und Tor geöffnet:

Die Bundesregierung hat der Forderung des Bundesrats nach der Ende-zu-Ende Verschlüsselung widersprochen: „Eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung gefährdet das gesamte Ziel von De-Mail, die einfache - und ohne spezielle Softwareinstallation mögliche - Nutzbarkeit durch die Bürger“, heißt es in der Erwiderung.

Da frag ich mich jetzt, was eigentlich das Ziel von DeMail zu sein scheint. Ich meine, mittels Pidgin und OTR-Plugin hab ich seit Jahren eine unglaublich einfach anzuwendende aber effektive Verschlüsselung für's Instant Messaging. Crypto mit 2 Klicks. Wieso sollte das bei Mail komplizierter sein? Alles was fehlt ist simpel zu bedienende Software. Grundsätzlich machbar scheint es laut secunet ja zu sein, alles andere würde mich auch wundern. Also ist es nicht gewollt. Im Moment frag ich mich wer's am wenigstens will. BND, BfV, BKA oder gar MAD? Wobei ich ja auf den letzteren tippe:

Kernaufgaben des MAD sind die Informationssammlung und -auswertung zu Zwecken der Spionage- / Sabotageabwehr und der Extremismus- / Terrorismusabwehr.

Schreibt zumindest die Wikipedia. Was natürlich blamabel wäre, man würde nun eine sichere Infrastruktur errichten, die künftig dafür genutzt werden würde Angriffe auf dessen Errichter vorzubereiten, und man bekäme es noch nicht mal mit, weil ist ja sicher XD

Die Demaskierung der treibenden Kraft wäre in jedem Falle interessant.

Für all jene, denen nicht klar ist, was mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung eigentlich gemeint ist, wurde von metronaut und linuzifer ein großartiges Video ins Netz gestellt, welches in gut 4 Minuten das Prinzip verdeutlicht. Prädikat: Empfehlenswert! Insbesondere die alemannische Version.

Update zum JMStV

Also leider Gottes wird das irgendwie auch immer fataler mit der Scheindemokratie in diesem Land. Da taucht doch heute tatsächlich ein Artikel in der Berliner Zeitung auf, der ein für alle mal die Frage „Wen soll ich künftig wählen“ beantwortet. Ich zitiere mal ein bisschen:

Kritiker in der Koalition halten die Novelle für sinnlos bis abstrus, aber dennoch wird die rot-rote Mehrheit am Donnerstag im Abgeordnetenhaus wohl geschlossen für den neuen Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) stimmen.

Aha ^^

Trotz massiver Bedenken in beiden Parteien gelte der Koalitionszwang, um Regierungschef Klaus Wowereit (SPD) nicht zu beschädigen, der den Staatsvertrag schließlich unterschrieben hat.

Ach guck an. So funktioniert hierzulande also Demokratie. Wir wissen es geht nach hinten los, machens aber trotzdem, denn der Chef könnte das sonst irgendwie doof finden. Das ist in etwa so, als ob ich auf der Autobahn einem Geisterfahrer nicht ausweiche, weil ichs zeitlich nicht mehr schaffe noch den Blinker zu setzen und was sollen die anderen Verkehrsteilnehmer denn von meinem Fahrlehrer denken, wenn ich hier so ein Verhalten an den Tag lege!?

Die Hauptkritik, geteilt von etlichen Internet-Experten, fällt verheerend aus: Die Regelungen verfehlten ihr Jugendschutz-Ziel, schafften Rechtsunsicherheit für Anbieter von Online-Inhalten, seien ungeeignet für das Medium Internet und entbehrten bislang einer technischen Grundlage zur Umsetzung. „Das Gesetz ist unausgereift, voller rechtlicher Risiken und sanktioniert Anbieter statt Jugendliche zu schützen“, sagt auch die grüne Medienpolitikerin Alice Ströver.

Das ist im Grunde ganz gut zusammengefasst. Erstaunlich dass dies eine Grüne in Berlin erkennt. Die Grünen haben wahrscheinlich keine Telefone, wegen der ökologischen Belastung und da die aus Löwenzahn hergestellten Buschtrommeln nich bis NRW reichen wird dort nun am 16.12. versehentlich auch von rot/grün ratifiziert. Obwohl, dass kann eigentlich nicht sein, da die grünen Entscheidungsträger in NRW ja gegen die eigene Basis arbeiten. Also haben die Grünen doch Telefone, dafür keine Ärsche in den Hosen. Die Partei scheint mir demnach offensichtlich in der Basis wählbar, tatsächlich aber dann doch nicht, denn für die Basis interessiert sich bei denen keiner. Das ist quasi das gleiche System was sich auch in Berlin mit rot/rot wieder findet.

So sei in einer Protokollerklärung zum Vertrag klargestellt, dass die Betreiber sozialer Netzwerke wie Facebook oder Twitter, von Foren oder Blogs nicht für sämtliche Fremdeinträge auf ihren Seiten verantwortlich seien. Es genüge bei diesen Angeboten wie bisher, die Nutzer auf einen Jugendschutz-Kodex zu verpflichten.

Das ist ja prima, dass diejenigen die sich eine Rechtsberatung leisten können, die Anforderungen gar nicht bedienen müssen, Herr Müller von nebenan dieses Privileg hingegen nicht genießt und deswegen nun seine 1&1-Domain schließt. Hinweg mit all der bunten Vielfalt.

Dass von den Regierungschefs ausgehandelte Staatsverträge in den Landesparlamenten scheitern, ist die absolute Ausnahme.

Ja das wundert ja nun auch keinen. Vielleicht sollte es den Regierungschef auch einfach untersagt werden hier einen auf Konsens-Diktatur zu machen. Wenn die Regierungschefs beschließen ab 01.01. doch wieder Juden zu verbrennen wird das in den Parlamenten wahrscheinlich auch durchgewunken, wie sieht das denn sonst aus? Man kann ja nich gegen seinen Chef sein, das ist doch unloyal…

Verrückt dass der ganze Krempel auf das Konto von Kurt Beck geht. Weil ich dachte nach Stasi-Wolle und DeMenziere könnte nich mehr soviel schlimmeres kommen. Andererseits hat uns Schily ja vor vielen Jahren bereits eines besseren belehrt und gezeigt welche Fratze diese Partei unterm Wahlplakat versteckt. Wir können an dieser Stelle konstatieren, keine der im Bundestag vertretenen Parteien ist künftig wählbar. Und zwar nicht weil sie Gesetze beschließen, die offensichtlich schwachsinnig sind, sondern weil C[DS]U/SPD auf Ideen kommen die man unmöglich auch nur ansatzweise unterstützen kann und deren obligatorische Koalitionspartner entgegen der eignen Überzeugungen alles fressen was man ihnen in den Trog kippt. Dafür werden dann auch gern vorsätzlich Wortbrüche in Kauf genommen. Und keiner straft sie ab…

Ich empfehle dringend einen Besuch auf http://jmstv-ablehnen.de

JMStV

Also ich hab da jetze n paar Tage drüber nachgedacht, wie ich mich dem Thema gegenüber positionieren werde. Im Ergebnis komme ich dazu, dass ich keinesfalls das Betreiben von Websites einstellen werde. Erst recht nich den Blog. Es gibt Dinge die müssen verbreitet werden. Das ist in diesem Blog zwar eher selten, kommt aber dennoch vor. Der Vertrag bedeutet in jedem Fall Mehraufwand für mich, nehm ich aber in Kauf.

Verrückt ist, dass dieses Thema ungelogen wirklich schon viel früher in den Medien angesprochen wurde, aber natürlich nicht inhaltlich so aufgearbeitet, dass der Bürger nachvollziehen kann was da auf ihn zu kommt. Politiker wissen schon ganz genau was sie wie formulieren müssen um es durchzusetzen. Und die kommerzielle Presse ist in den seltensten Fällen bereit Themen aufzuarbeiten und so aufzuklären. Sie beschränkt sich in der Regel auf die reine Berichterstattung von wegen geht schnell und kostet möglichst wenig bei gleichbleibend brauchbaren Zugriffsquoten. Die machen nichts anderes als das gesprochene Wort in Print-/Onlinemedien und Rundfunk zu verteilen. Das ist halt die Krux an einem mit Scheindemokratie gepaartem Kapitalismus. Er ist im Grunde genauso Shice wie diktatorischer Sozialismus, nur deutlich subtiler. Die Anzahl der Probleme bleibt Pi mal Daumen gleich, sie verlagern sich nur.

Defacto erhielt man eher wenig Info's (erst recht keine verständlichen), zumindest wenn man sich nicht explizit darum bemühte, bis nun quasi die Bombe platzt. Alle stimmen klammheimlig zu (auch die, die vor ihrer Wahl noch versprachen, dies keine Falls zu tun, was wiederum dazu führt, dass man SPD/Grüne in NRW als Musterschüler Walter Ulbrichts bezeichnen kann/darf/muss), ab 01.01. gilt der Dreck und erst dann realisiert der Betroffene und bedient sich Mechanismen die ihm zur Protestausübung zur Verfügung stehen. Das läuft so ähnlich wie mit S21 und die Hauptschuld tragen hier IMHO die Medien. Dass die Projektverantwortlichen nicht daran interessiert sind allzuviel über ihre Vorhaben in der Öffentlichkeit bekannt zu geben leuchtet mir ein. Das Volk ist dumm und jeder der was weiß ein potentieller Feind. Daher bezahlen wir alle maßlos überzogene GEZ-Gebühren, damit wir neutrale Berichterstatter haben. Das System funktioniert in seiner ganzen Pracht … nur eben nicht zum Vorteil des Volkes =)

Was ich persönlich vom JMStV halte? Das ist einfach. Ich sehe ein und kann nachvollziehen, dass man an Jugendschutz in Medien interessiert ist. Das hat auch sicher seine Berechtigung. Aber SO wie im JMStV funzt das natürlich nicht ansatzweise. Und das ist so offensichtlich, dass das auch die laienhaften Politiker wissen, die den Dreck beschließen. Es wird demnach ein ganz anderes Ziel verfolgt als offiziell benannt und das nennt sich „Zensur“. KiPo ist dafür nur Mittel zum Zweck. Die Content-Mafia will halt Kopien vermeiden und der Staat die freie Meinungsäußerung und viel wichtiger das Kommunikationsmedium zerstören (Aktivisten organisieren sich mit Internet einfach besser als ohne). Die überbezahlte Führungsriege dieses Landes will mit aller Macht die Kontrolle über das Netz erlangen und es ist mir völlig klar, warum denen das so wichtig ist. Der JMStV ist hier nur ein kleiner Baustein, aber wenn man sich das Gesamtkonstrukt ansieht, was in den letzten Jahren diesbezüglich alles getan wurde und was noch kommt…

Radiergummi fürs Internet? Hab ich, aber benutz ich nich!

Es gibt da einen Blog namens Linux-AHA, der ist zum einen halt einfach so n Blog, zum anderen aber auch im ubuntuusersPlanet. Witziger weise gabs da gestern einen Post zu lesen, der unterdessen nicht mehr verfügbar ist. Also gelöscht wurde er bereits gestern (auch im Planet) und zwar wegen mir =) Weil das ja aber Internet ist, hab ich ma n Screenshot meines (cachenden) Newsreaders gemacht:

Diesen redaktionellen Dreck hab ich mit einem Comment versehen, dass mir leider nicht mehr im Original zugänglich ist, weil ich zu diesem Zeitpunkt nicht davon ausging, dass der Autor gleich alles droppen würde anstatt auszubessern. Allerdings wars ziemlich nah an folgendem Satz dran:

dieser post ist inhaltlich bedenklich (riecht nach gefährlichem halbwissen) und hat auch mit ubuntu eigentlich nichts zu tun

Der Blog-Betreiber ist einer von diesen Zensur-Nazi's und entscheidet selbst wann Kommentare veröffentlicht werden. Also wurde mein Comment ein paar Stunden im Off gehalten, bis der BOFH seine ganze Göttlichkeit walten ließ. Weil ich sehen wollte was damit passiert gabs zwischendurch immer mal ein F5. Ich ging wie gesagt davon aus, er würde seinen Artikel ein wenig überarbeiten, doch irgendwann war der Post auf einmal weg und ist bis heute auch nicht mehr aufgetaucht.

Na zum Glück ist dieser Experten-Blog auch auf Computerseite-Spezial gelistet … handverlesene Infos zu Linux, FreeBSD und OpenSolaris“ LOL

Ich möchte an dieser Stelle Thomas de MeNziere gedenken (danke RoLand, für diesen Nick) welcher ja noch kürzlich der festen Überzeugung war „löschen? total easy … DRM und so“ … hatte ich ja auch schonma was geschrieben =)

Rund um die Uhr Pakete abholen...

…nur eben nicht die eignen.

Die DHL beendet das Jahr 2010 mit einer grandiosen Demonstration ihrer gesamten Inkompetenz. Ich hatte mich vor einiger Zeit für den Packstation-Service registriert, da ich als Single und Internet-affiner User gern online bestell, zum Zeitpunkt der Lieferung allerdings meist im Office sitz. Nach Erhalt der Magnetstreifenkarte und zugehöriger PIN machte ich mich auf, die erste Lieferung zu veranlassen. Diese wurde heute auch (wahrscheinlich) zugestellt. Zumindest erhielt ich eine eMail, meine Sendung sei nun da, was grundsätzlich gut hinkommen kann denn ich erhielt gestern Mittag die Versandbestätigung des Absenders.
Doof nur, wenn sich dann das Paketfach öffnet und man eine Sendung für jemand ganz anderen darin findet. Entweder hat der Automat das falsche Fach entsperrt oder der Post-Mitarbeiter war zu blöd das richtig einzusortieren. Hin wie her, ich musste das Paket zwangsläufig erstmal mitnehmen. Hätt ich's dringelassen kann man wohl davon ausgehen, dass der Roboter nun ein leeres Fach unterstellt und dieses dem nächsten Absender als Depot anbietet, was dazu führen würde, dass er in den Besitz eines Päckchens käme, dass der elektronischen Spur nach bei mir zu suchen wäre, allerding wem ganz anderes gehört.

Wo mein Paket nun abgeblieben ist, ist bis auf weiteres unklar. Ich hab den DHL-Support via eMail anschreiben müssen, da die angebotene Hotline leider kostenpflichtig ist. Eine Antwort ist wohl erst in 3 oder 4 Tagen zu erwarten. Ob ich den Service nun noch ein zweites Mal benutze weiß ich noch nicht. Das Vertrauen ist grundsätzlich erstmal entfleucht. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die Postboten großartig um Qualität bemüht sind. Wäre ich wohl auch nicht, wenn ich bei vergleichbarer Entlohnung ein solches Pensum abreißen müsste. Was lernen wir daraus? Automatisierung, Dumping und Outsourcing sind nicht der Weißheit letzter Schluß.

Das folgende Bild ist übrigens ein analog-Screenshot vom Display eben jener Packstation (ein paar Tage vor der Inbetriebnahme) die hier bei mir um die Ecke steht. Stammt von meinem ersten Besuch am Gerät, weil ich einen Eindruck gewinnen wollte. Die zu ziehenden Schlüsse sind jedem selbst zu überlassen. Eine Antwort auf die Frage ob man die Gelder für Lizenzen nicht hätte besser investieren können, ist von der DHL wohl nicht zu erwarten:

Packstation 135 (CC BY-SA)

btw, die Päckchen für die Packstation dürfen die Maße 60 x 35 x 35 cm nicht überschreiten, was ich persönlich als nicht sonderlich umfangreich titulieren würde…

owei owei owei

Also das allmorgentliche Newsreader-Ritual brachte mich heute zu diesem Post im UbuntuUsers Planet: http://ubuntuxx.de/ubuntu/ubuntu-seltsame-striche-unter-menueintragen-von-programmen/

Damit haben wir eigentlich auch schon einen der konkretesten Gründe, warum ich so unbedingt zwingend und zeitnah von Ubuntu weg und wieder zurück zu Arch möchte und das Maverick-Upgrade bleiben lassen werde. Ich eskalier ja intern bereits, wenn ich Ubuntu's Paketverwaltung verwenden muss. Für jedes Tool ein eigenes Repo eintragen und dieser ganze Key-Dreck … das kann's doch alles nicht sein. Weiter gehts mit der OS-Gestaltung und der Nötigung der User einen Registry-ähnlichen gconf-Editor verwenden zu müssen um elementare Einstellungen vorzunehmen. Grad bei einer Newbie-Distro find ich das den falschen Weg. Das OS wird immer stringenter und immer weniger flexibel. Die Informationspolitik der Entwickler ist zudem furchtbar grausam. Okeh, sie haben ne Menge für die Schnelligkeit getan (z.B. on/off), aber mein subjektives Gefühl sagt mir, dass die Umgebung mit der Zeit (nach 2 Distro-Upgrades) langsamer wird. Also IMHO das Xp-Syndrom … ReInstall aller 1 bis 2 Jahre und man kommt gut über die Runden. Paart man dies alles noch mit der Tatsache, dass Ubuntu jetzt anfängt „ein bisschen“ Rolling Release zu machen und zusätzlich auch gleich noch BetaWare (bspw. Shotwell) ins Programm nimmt, dann ist das eine Strategie, die mit dem eigentlichen Ansatz rein gar nichts mehr zu tun hat. Das ist komplett nicht die Art und Weise wie ich meinen Rechner bedienen will.

Und supported wird die Verbreitung von solchen Volleimern wie dem, der diesen (oben verlinkten) BlogPost verbrochen hat. Ich mein, was hat einer aufm Planet verloren, der nicht mal weiß was unterstrichene Buchstaben in der Menüleiste bedeuten? Jetzt kann man sich drüber streiten ob das ein Bug oder Feature ist, dass die permanent unterstrichen sind. IMHO sollte das nur zu sehen sein, wenn man ALT gedrückt hält, wobei es jemand in den Comments auf eine Theme-Eigenschaft zurück führt, was durchaus denkbar wäre.

Aber grundsätzlich regt mich massiv auf, dass Leute, deren Wissensbasis nicht von Keyboard bis Monitor reicht, sich dazu berufen fühlen der ganzen Welt Linux und ihre Erfahrung mit dem selbigen zu erklären. Das geht ok, wenn sie's in ihrem eigenen Blog tun, den kann ich ignorieren. Aber den Planet kann ich nur als ganzes blocken. Werd ich jetzt wohl auch machen…


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