Hurra, Hurra, die Post ist da!

Bezugnehmend auf den letzten Post nun die Fortsetzung. Wie zu erwarten war, ist der Support bei der Post/DHL nicht sonderlich schnell. Jedoch bin ich zumindest die Sorge los, mein Switch würde mich nie erreichen. Das ging dann doch unkomplizierter als ich erwartet hatte. Ob ich allerdings das Fremdpaket jemals loswerde muss sich erst noch zeigen…


Radiergummi fürs Internet? Hab ich, aber benutz ich nich!

Es gibt da einen Blog namens Linux-AHA, der ist zum einen halt einfach so n Blog, zum anderen aber auch im ubuntuusersPlanet. Witziger weise gabs da gestern einen Post zu lesen, der unterdessen nicht mehr verfügbar ist. Also gelöscht wurde er bereits gestern (auch im Planet) und zwar wegen mir =) Weil das ja aber Internet ist, hab ich ma n Screenshot meines (cachenden) Newsreaders gemacht:

Diesen redaktionellen Dreck hab ich mit einem Comment versehen, dass mir leider nicht mehr im Original zugänglich ist, weil ich zu diesem Zeitpunkt nicht davon ausging, dass der Autor gleich alles droppen würde anstatt auszubessern. Allerdings wars ziemlich nah an folgendem Satz dran:

dieser post ist inhaltlich bedenklich (riecht nach gefährlichem halbwissen) und hat auch mit ubuntu eigentlich nichts zu tun

Der Blog-Betreiber ist einer von diesen Zensur-Nazi's und entscheidet selbst wann Kommentare veröffentlicht werden. Also wurde mein Comment ein paar Stunden im Off gehalten, bis der BOFH seine ganze Göttlichkeit walten ließ. Weil ich sehen wollte was damit passiert gabs zwischendurch immer mal ein F5. Ich ging wie gesagt davon aus, er würde seinen Artikel ein wenig überarbeiten, doch irgendwann war der Post auf einmal weg und ist bis heute auch nicht mehr aufgetaucht.

Na zum Glück ist dieser Experten-Blog auch auf Computerseite-Spezial gelistet … handverlesene Infos zu Linux, FreeBSD und OpenSolaris“ LOL

Ich möchte an dieser Stelle Thomas de MeNziere gedenken (danke RoLand, für diesen Nick) welcher ja noch kürzlich der festen Überzeugung war „löschen? total easy … DRM und so“ … hatte ich ja auch schonma was geschrieben =)

Rund um die Uhr Pakete abholen...

…nur eben nicht die eignen.

Die DHL beendet das Jahr 2010 mit einer grandiosen Demonstration ihrer gesamten Inkompetenz. Ich hatte mich vor einiger Zeit für den Packstation-Service registriert, da ich als Single und Internet-affiner User gern online bestell, zum Zeitpunkt der Lieferung allerdings meist im Office sitz. Nach Erhalt der Magnetstreifenkarte und zugehöriger PIN machte ich mich auf, die erste Lieferung zu veranlassen. Diese wurde heute auch (wahrscheinlich) zugestellt. Zumindest erhielt ich eine eMail, meine Sendung sei nun da, was grundsätzlich gut hinkommen kann denn ich erhielt gestern Mittag die Versandbestätigung des Absenders.
Doof nur, wenn sich dann das Paketfach öffnet und man eine Sendung für jemand ganz anderen darin findet. Entweder hat der Automat das falsche Fach entsperrt oder der Post-Mitarbeiter war zu blöd das richtig einzusortieren. Hin wie her, ich musste das Paket zwangsläufig erstmal mitnehmen. Hätt ich's dringelassen kann man wohl davon ausgehen, dass der Roboter nun ein leeres Fach unterstellt und dieses dem nächsten Absender als Depot anbietet, was dazu führen würde, dass er in den Besitz eines Päckchens käme, dass der elektronischen Spur nach bei mir zu suchen wäre, allerding wem ganz anderes gehört.

Wo mein Paket nun abgeblieben ist, ist bis auf weiteres unklar. Ich hab den DHL-Support via eMail anschreiben müssen, da die angebotene Hotline leider kostenpflichtig ist. Eine Antwort ist wohl erst in 3 oder 4 Tagen zu erwarten. Ob ich den Service nun noch ein zweites Mal benutze weiß ich noch nicht. Das Vertrauen ist grundsätzlich erstmal entfleucht. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die Postboten großartig um Qualität bemüht sind. Wäre ich wohl auch nicht, wenn ich bei vergleichbarer Entlohnung ein solches Pensum abreißen müsste. Was lernen wir daraus? Automatisierung, Dumping und Outsourcing sind nicht der Weißheit letzter Schluß.

Das folgende Bild ist übrigens ein analog-Screenshot vom Display eben jener Packstation (ein paar Tage vor der Inbetriebnahme) die hier bei mir um die Ecke steht. Stammt von meinem ersten Besuch am Gerät, weil ich einen Eindruck gewinnen wollte. Die zu ziehenden Schlüsse sind jedem selbst zu überlassen. Eine Antwort auf die Frage ob man die Gelder für Lizenzen nicht hätte besser investieren können, ist von der DHL wohl nicht zu erwarten:

Packstation 135 (CC BY-SA)

btw, die Päckchen für die Packstation dürfen die Maße 60 x 35 x 35 cm nicht überschreiten, was ich persönlich als nicht sonderlich umfangreich titulieren würde…

owei owei owei

Also das allmorgentliche Newsreader-Ritual brachte mich heute zu diesem Post im UbuntuUsers Planet: http://ubuntuxx.de/ubuntu/ubuntu-seltsame-striche-unter-menueintragen-von-programmen/

Damit haben wir eigentlich auch schon einen der konkretesten Gründe, warum ich so unbedingt zwingend und zeitnah von Ubuntu weg und wieder zurück zu Arch möchte und das Maverick-Upgrade bleiben lassen werde. Ich eskalier ja intern bereits, wenn ich Ubuntu's Paketverwaltung verwenden muss. Für jedes Tool ein eigenes Repo eintragen und dieser ganze Key-Dreck … das kann's doch alles nicht sein. Weiter gehts mit der OS-Gestaltung und der Nötigung der User einen Registry-ähnlichen gconf-Editor verwenden zu müssen um elementare Einstellungen vorzunehmen. Grad bei einer Newbie-Distro find ich das den falschen Weg. Das OS wird immer stringenter und immer weniger flexibel. Die Informationspolitik der Entwickler ist zudem furchtbar grausam. Okeh, sie haben ne Menge für die Schnelligkeit getan (z.B. on/off), aber mein subjektives Gefühl sagt mir, dass die Umgebung mit der Zeit (nach 2 Distro-Upgrades) langsamer wird. Also IMHO das Xp-Syndrom … ReInstall aller 1 bis 2 Jahre und man kommt gut über die Runden. Paart man dies alles noch mit der Tatsache, dass Ubuntu jetzt anfängt „ein bisschen“ Rolling Release zu machen und zusätzlich auch gleich noch BetaWare (bspw. Shotwell) ins Programm nimmt, dann ist das eine Strategie, die mit dem eigentlichen Ansatz rein gar nichts mehr zu tun hat. Das ist komplett nicht die Art und Weise wie ich meinen Rechner bedienen will.

Und supported wird die Verbreitung von solchen Volleimern wie dem, der diesen (oben verlinkten) BlogPost verbrochen hat. Ich mein, was hat einer aufm Planet verloren, der nicht mal weiß was unterstrichene Buchstaben in der Menüleiste bedeuten? Jetzt kann man sich drüber streiten ob das ein Bug oder Feature ist, dass die permanent unterstrichen sind. IMHO sollte das nur zu sehen sein, wenn man ALT gedrückt hält, wobei es jemand in den Comments auf eine Theme-Eigenschaft zurück führt, was durchaus denkbar wäre.

Aber grundsätzlich regt mich massiv auf, dass Leute, deren Wissensbasis nicht von Keyboard bis Monitor reicht, sich dazu berufen fühlen der ganzen Welt Linux und ihre Erfahrung mit dem selbigen zu erklären. Das geht ok, wenn sie's in ihrem eigenen Blog tun, den kann ich ignorieren. Aber den Planet kann ich nur als ganzes blocken. Werd ich jetzt wohl auch machen…

Wer ist dieser Miraculix, von dem ihr dauernd redet?


XD

Aber irgendwie kann ich ihn verstehen. Viel abstruser find ich so im Rückblick, dass für Linux (immerhin 5 Jahre später) tatsächlich immernoch kein bekannter OneNote-Pendant entwickelt wurde. Wer Tomboy empfiehlt hat die Anforderung nicht verstanden. Aber es mangelt ja an etlichen Tools. Stattdessen wird dafür um so mehr Energie in die wiederholte Erfindung jedweder Radformen gesteckt (guxtu Empathy).
Geschweige denn Kontaktverwaltung (das leidige Problem). Interessiert auch irgendwie keinen, außer die Jungs von KDE. Ich beiß nun täglich alle meine 27 Zähne zusammen und benutz das QT-verseuchte Kontact. Aber was bleibt mir anderes übrig?
Wegen guter Apps braucht man Linux nun wirklich nicht benutzen. Erst letzten Sonntag hätt' ich wegen banshee morden können. Nach dem „Stable“-Release 1.6.0 (was im übrigen auch gefühlte tausend Monde dauerte):

the culmination of a year's work by over 50 developers, adding dozens of new features and fixing hundreds of bugs


…klingt ja vielversprechend…

Banshee is now able to read and write rating and playcount information contained in your media files. Enable this option in Preferences.


…aha…
IHR PENNER! Rating- und Playcount-Information in die Files zu schreiben, dass muss ich extra aktivieren oder was? Aber behindert genug seid ihr schon, um Dateien und Verzeichnisstruktur by default den ID3-Tags anzupassen? Ey zum Glück hab ich das zeitnah gemerkt so hat's mir nich alles zermüllert. Aber wie kann ne App bitte by default in produktiven Filesystemen unkontrolliert rumändern? Seid ihr völlig balla oder was? Ich mein … Hallo??? Ich check das einfach nich -.-

Ich glaub ich muss demnächst mal ein Ranking der 10 übelsten Sacktreter unter Linux machen.


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